Heinrich von Benninghoven

Der Name des verschwundenen Rittergutes Benninghoven, das 1268 erstmalig urkundlich erwähnt ist , belegt durch den Wortteil -hoven fränkische Besiedlung. Als dessen Besitzer ist später Heinrich von Benninghoven bekannt, der bei der Stadtgründung Hördes 1340 in der Burg Hörde wohnt. Heinrich von Benninghoven ist also ein "Burgmann" als märkischer Ritter. Als solcher hat der Benninhofer Adolf Pape Heinrich von Benninghoven dargestellt in der künstlerischen Plakette, die noch zu erwerben ist.
Der Ritter und seine Familie lebten von den Erträgen des Rittergutes Benninghoven, d.h.von den Abgaben der Bauern und Kötter, die diesem pflichtig waren. Heinrich diente Konrad von der Mark in der Hörder Burg, einer Wasserburg, die eine märkische Grenzbastion gegenüber der Freien Reichsstadt Dortmund war. Die Funktion der Adelssitze zwischen den Reichshöfen Dortmund und Westhofen hat Karl-Heinz Retzhoff in seiner grundlegenden Arbeit "Aus der Siedlungsgeschichte zwischen Emscher und Ardey" beschrieben ; er schildert auch die Geschichte des Rittergutes Benninghoven,dessen letzte Überreste (das Torhaus, als "alte Burg" in der mündlichen Überlieferung noch heute vorhanden) 1960 verschwanden.

Der Ritter Heinrich von Benninghoven hatte vier Töchter und keinen Sohn. Dieses Defizit männlichen Nachwuchses setzte sich in der weiteren Erbfolge fort. Karl-Heinz Retzloff schreibt: "Wie kein anderer hat dieser Adelshof im Laufe der Jahrhunderte den Besitzernamen wegen fehlender männlicher Erben gewechselt".
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der gesamte Grundbesitz des Rittergutes Benninghoven (das nicht Namensgeber unseres Heimatortes sein muss) an "die Bauern und Kötter der Umgebung" gegangen.
An das Rittergut Benninghoven erinnern heute vor Ort wenige Straßennamen und vielleicht noch ein Baum.
Für unser Geschichtsbewußtsein ist es gut, dass wir auch durch das Kunstwerk von Adolf Pape die Erinnerung an den Ritter Heinrich von Benninghoven, an den ehemaligen Gutsherrn auf der Fläche der heutigen Wohnsiedlung und den Grenzwachter in Hörde gegenüber der Freien Reichsstadt Dortmund, bewahren. Sie können das gute Stück erwerben - sicherlich auch bei den Papes in der Luegstraße, deren Haus zugleich Atelier, Museum und Wohnung ist.

von Dr. Fritz Hofmann